Energiewende

Der Wille ist da

Repräsentative Umfrage bei etwa 4.000 Haushalten in Deutschland zum Thema Energiewende.

28. August 2019
Der Wille ist da
(Bild: fotomek – stock.adobe.com)

Laut einer Mitteilung der KfW sind rund 80 Prozent der Haushalte bereit, etwas an ihrer Energieversorgung zu ändern. Mehr als 60 Prozent möchten mehr erneuerbare Energien nutzen oder die Energie sogar selbst erzeugen.

„Das sind gute Voraussetzungen. Denn der weitere Einsatz von erneuerbaren Energien in den privaten Haushalten ist dringend vonnöten, da sich die eingesparte Menge an Treibhausgasemissionen auch im bereits erfolgreichen Gebäudebereich noch einmal deutlich steigern muss, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung bis 2030 zu erreichen,“ sagt Dr. Daniel Römer, Senior Economist bei der KfW Bankengruppe.

Energiewende auf dem Land

Bei der Verteilung der betrachteten Energiewendetechnologien über die Haushalte in Deutschland fällt auf, dass sich derzeit insbesondere die Wohneigentümer und zudem verstärkt Haushalte in ländlichen Regionen an der Energiewende beteiligen, heißt es.

Lücken bestünden somit insbesondere bei Mietern und in der Stadt. Ein Hauptgrund hierfür sei der mangelnde Erfahrungsaustausch der Großstädter untereinander.

E-Mobilität braucht noch Zeit

Auch bezüglich der Mobilität stehen bei den Haushalten Veränderungen an, so die Studie. Heute verfügen zwar nur rund 1 Prozent der Haushalte über ein Hybrid- oder Elektroauto, aber in zehn Jahren könnte es schon jeder vierte sein.

Als zentrales Hemmnis für die stärkere Verbreitung von Elektroautos geben die Haushalte neben dem hohen Anschaffungspreis eine zu geringe Anzahl von Ladestationen an. Nur rund ein Viertel der Ladevorgänge finden dabei an öffentlicher Ladeinfrastruktur statt. Daher ist der Ausbau privater Ladeinfrastruktur ein zentraler Faktor.

Das Energiewendebarometer können Sie hier nachlesen.