CO2

Quote für Grüne Gase gefordert

Die Vereinigung FNB Gas fordert eine Quotenregelung für Grüne Gase. Grund ist die unmittelbare Wirkung für den CO2-Ausstoß.

06. August 2019
Quote für Grüne Gase gefordert
(Bild: bierwirm – stock.adobe.com)

Eine Studie im Auftrag der FNB Gas vergleicht eine Quote mit ausgewählten Fördermechanismen. Demnach sei eine Quote volkswirtschaftlich das sinnvollste Instrument für den Markthochlauf Grüner Gase.

„Die Gasinfrastruktur und der Ersatz von Erdgas durch Grüne, also erneuerbare und dekarbonisierte Gase (Biomethan, synthetisches Methan, grüner und blauer Wasserstoff) werden bei der Erreichung der Klimaziele 2050 eine unverzichtbare Rolle spielen“, so FNB Gas. „Die Einführung einer Quote für Grüne Gase ist dabei am besten geeignet, um diesen Prozess zielgerichtet und steuerbar zu realisieren“, heißt es.

Das ist das Ergebnis der Studie Quote für erneuerbare und dekarbonisierte Gase, die von der Strategieberatung Nymoen im Auftrag der Fernleitungsnetzbetreiber (FNB) erstellt wurde.

Die Autoren analysieren darin das Instrument einer verbindlichen Quote und vergleichen dieses mit weiteren ausgewählten Fördermechanismen.

1-Prozent-Quote ab 2021

Die Studie beschreibt ein konkretes Modell, wie eine Quote für Grüne Gase in der Praxis ausgestaltet werden kann. Die Autoren der Studie empfehlen nach Angaben von FNB Gas, mit einem Wert von einem Prozent im Jahr 2021 zu starten, der bis zum Jahr 2030 schrittweise auf zehn Prozent angehoben werden soll.

„Das entspräche einem Zuwachs von 59,4 Terrawattstunden auf 66,1 TWh in 2030. Je nach Mix aus erneuerbaren und dekarbonisierten Gasen kann nach FNB Gas Berechnung im Zeitraum von 2021 bis 2030 eine C02-Reduktion von bis zu 70 Mio. Tonnen erzielt werden.“

Eine Quotenregelung ist im Vergleich zu anderen Förderinstrumenten das einzige Instrument, welches definierte Mengenziele und damit implizit verbindliche CO2-Reduktionsziele sicher erreichen kann, so ein wesentliches Ergebnis der Studie.

Die FNB sehen das Modell als geeigneten Baustein für das geplante Maßnahmenpaket im Rahmen des von der Bundesregierung geplanten Klimaschutzgesetzes, das bis zum 20. September 2019 vorliegen soll. Die Studie kann auf der FNB Gas Webseite heruntergeladen werden.

Kommunale Unternehmen für schnelle Markteinführung

Jüngst hatten sich mehr als 60 kommunale Unternehmen für die schnelle Markteinführung erneuerbarer Gase ausgesprochen. Die Unternehmen setzen sich für eine Quote des Energieträgers ein. Hier die Details zum Nachlesen.