Erneuerbare Energien

Reallabore der Energiewende

Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ist an Projekt zu Großwärmepumpen beteiligt.

24. Juli 2019
Businessman with 3D eco house and energy efficiency in his hand
(Bild: sdecoret – stock.adobe.com)

Das Fraunhofer ISE zählt zu den 20 Gewinnern im Ideenwettbewerb »Reallabore der Energiewende« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), heißt es in einer Mitteilung.

Ziel dieser neuen Fördersäule ist es, durch großangelegte und systemdienliche Demonstrationsvorhaben den Technologie- und Innovationstransfer von der Forschung in den Markt zu beschleunigen.

Unter realen Bedingungen

In den Reallaboren als zeitlich und räumlich begrenzten Experimentierräumen sollen unter realen Bedingungen neue Technologien und Geschäftsmodelle erprobt werden, die mit dem bestehenden Rechts- und Regulierungsrahmen nur bedingt vereinbar sind (Experimentierklausel).

Beworben hatten sich 90 Konsortien mit mehr als 500 Partnern aus allen Bundesländern. Die Gewinner sind nun aufgefordert, konkrete Projektanträge einzureichen.

Wärmenetze sind ein wesentlicher Baustein für eine emissionsarme Wärmeversorgung. Großwärmepumpen zur Nutzung von Umwelt- und Abwärme spielen in deutschen Wärmenetzen bisher eine untergeordnete Rolle.

Gemeinsam mit dem AGFW, dem Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e. V. (Koordinator), und sechs weiteren Partnern hat das Fraunhofer ISE das Projekt »Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen – Installation, Betrieb, Monitoring und Systemeinbindung« beim Ideenwettbewerb eingereicht.

Wo geht die Reise hin?

Während der Projektlaufzeit von Januar 2020 bis Dezember 2024 untersuchen die Partner, welche wirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen und Betriebskonzepte für den effizienten Einsatz von Großwärmepumpen in Fernwärmenetzen nötig sind.

Zudem will das Konsortium herausfinden, wie sich Großwärmepumpen für die übergeordnete Transformation der Wärme- und Strominfrastruktur nutzen lassen und somit einen wesentlichen Beitrag zur Sektorenkopplung leisten können.

Das Fraunhofer ISE befasst sich in dem Projekt vor allem mit dem Monitoring der Großwärmepumpen hinsichtlich Energieperformance, Betriebsoptimierung und Emissionsreduzierung. Die Projektkosten betragen 33,4 Millionen Euro, davon sind 15,88 Millionen Fördermittel.

Weitere Informationen finden Sie auch in der Presseinformation der Fraunhofer-Gesellschaft.