ONSHORE-WIND

Schwache Beteiligung an Ausschreibung

Das Wettbewerbsniveau für Onshore-Wind ist deutlich gesunken: Von den ausgeschriebenen 650 MW konnten nur 208 MW vergeben werden. Damit wurde weniger als ein Drittel der ausgeschriebenen Menge vergeben, so die BNetzA. 

12. August 2019
Repoweringprojekt Ahlerstedt-Wohnste, Niedresachsen, Landkreis Stade.
Enercon E 40 wird gegen 23 Enercon E 82 getauscht. größtes Repoweringprojet Deutschlands 2o12. Demontage, Abbau. Errichtung der neuen Turbinen parallel.
(Bild: BWE/Jens Meier)

Zum Gebotstermin 1. August 2019 gingen ausschließlich Gebote zu 6,20 ct/kWh und 6,19 ct/kWh ein. Die Zuschlagsmenge von 208 MW verteilt sich auf 32 Zuschläge.

Kein Bieter hat die Privilegien für Bürgerenergiegesellschaften in Anspruch genommen.

Regional betrachtet verteilten sich die Zuschläge mehrheitlich auf Gebote in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen (mit jeweils 8 Zuschlägen), Niedersachsen (5) und Thüringen (4), so die BNetzA.

Die Zuschläge wurden auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Die in diesem Gebotstermin nicht vergebenen Mengen werden 2022 zusätzlich ausgeschrieben.

„Weckruf“

„Die Ergebnisse sind ein erneuter Weckruf an die politisch Verantwortlichen jetzt zu handeln“, so der Bundesverband Windenergie BWE.

Demnach stecken 11.000 MW Wind an Land im Genehmigungsverfahren fest; über 4.000 MW kurzfristig möglicher Projekte seien durch von internationalen Standards abweichende Abstandradien um die Drehfunkfeuer blockiert, so der Verband.

Mindestens 800 MW erteilter Genehmigungen können wegen anhängenden Klagen gegen die Genehmigungsbehörden nicht an Ausschreibungen teilnehmen, heißt es in einer BWE-Mitteilung.

„Jede unterzeichnete Ausschreibung verringert den für die Industrie, die Energiewende und die Klimaschutzziele erforderlichen Zubau der Windenergie an Land“, so der BWE.

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