ENERGIEWENDE

Strommix im Sommer: Erdgas und Erneuerbare steigern Anteile

Die Bedeutung der deutschen Gaskraftwerke für eine emissionsarme Stromerzeugung wächst. Die Auslastung der Anlagen ist weiterhin niedrig.

09. September 2019
Strommix im Sommer: Erdgas und Erneuerbare steigern Anteile
(Bild: Tom-Hanisch – Fotolia)

Von Juni bis August hat die Flotte 13,5 Terawattstunden Strom erzeugt, wie Zahlen des Fraunhofer ISE zeigen, so die Initiative Zukunft Erdgas. „Unter allen Energieträgern verzeichnen Gaskraftwerke damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum den größten Zuwachs. Ihre durchschnittliche Auslastung ist im gleichen Zeitraum auf knapp über 20 Prozent gestiegen“, heißt es in einer Mitteilung.

Zulegen konnten demnach auch die erneuerbaren Energien. Gemeinsam mit Erdgas erzeugten Windräder, Wasserkraftwerke, Photovoltaik- und Biomasseanlagen von Juni bis August 2019 insgesamt 68,7 TWh Strom, das entspricht laut Zukunft Erdgas fast 60 Prozent des deutschen Stroms.

Kohle-Anteil geht zurück

Deutlich weniger Strom als im Sommer 2018 erzeugten hingegen Kohlekraftwerke. Mit 23,2 Terawattstunden ist die Produktion der Braunkohlekraftwerke um über 32 Prozent gesunken. Steinkohlekraftwerke mussten Einbußen von über 47 Prozent hinnehmen.

Die Verschiebungen im Strommix sind unter anderem auf den höheren CO2-Zertifikatepreis zurückzuführen. Lag dieser im Juli 2018 noch bei rund 15 Euro pro Tonne, war er ein Jahr später zeitweise auf einen Spitzenwert von 29 Euro geklettert.