Strukturwandel in der Energiewirtschaft fordert Positionierung der IHK zu Leipzig

Der Strukturwandel in der Energiewirtschaft hat in den letzten Jahren Wertschöpfung und Beschäftigung im Kammerbezirk deutlich verändert. Die Ziele der Bundesregierung sowie die Ergebnisse der Kohlekommission werden diese Veränderungen weiter beschleunigen. 

06. Mai 2019

Daraus ergeben sich Risiken aber auch Chancen für die Unternehmen. Stichpunkte: Erdgas, Braunkohle, Wasserstoff, erneuerbare Energien, E-Autos, Speichertechnologien sowie dezentrale Strom- und Wärmeerzeugung.

Vor diesem Hintergrund hat der Energieausschuss der IHK Standpunkte erarbeitet, damit die Kammer diesen unumkehrbaren Transformationsprozess strukturell zum Vorteil ihrer Mitgliedsunternehmen mit gestalten und als kompetenter Ansprechpartner für Politik und Verwaltung beratend zur Seite stehen kann.

In diesem beratenden Gremium sind namhafte Fach- und Führungskräfte strukturbestimmender Energieunternehmen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen ehrenamtlich engagiert. Damit spiegelt der Energieausschuss die Vielfalt wieder, die heute für Beschäftigung und Wertschöpfung mit Energie im Kammerbezirk prägend ist.

Der Energieausschuss hat im letzten Jahr wohl begründete Mehrheitspositionen erarbeitet und sachorientiert einen Ausgleich der unterschiedlichen Unternehmenspositionen erreicht. Zu diesem Erfolg hat maßgeblich die fachkompetente Leitung des Ausschussvorsitzenden, Herrn Professor Dr. Norbert Menke beigetragen. Er hat sich als Geschäftsführer des Stadtkonzerns LVV einen Namen gemacht, der die Unternehmensgruppe aus der Krise geführt und auf die Erfolgsspur gebracht hat.

Mit dem Auslaufen seines LVV Vertrages und der Präsentation des Grundsatzpapiers verliert auch der Energieausschuss der IHK zu Leipzig diesen ausgewiesenen Manager und Fachmann. Nach Meinung einiger Ausschussmitglieder tut sich die Leitung der IHK dennoch schwer damit, diese zukunftsweisenden Positionen zu übernehmen und zu kommunizieren, sondern zieht sich hinter einer längst überholten Energiepolitik von gestern zurück. Das ist insbesondere deshalb bedauerlich, denn grade der Kammerbezirk Leipzig steht mit der dominierenden Kohleindustrie zwangsläufig vor tiefgreifenden Veränderungen im Energiesektor, der sich auf viele Unternehmens- und Lebensbereiche auswirken wird.

Der energiewirtschaftliche Transformationsprozess ist unumkehrbar. So zu tun, als bliebe alles beim Alten wenn man nur nicht darüber spricht, sei unverantwortlich.

Hintergrund: 

Da wir uns als gewählte Vertreter den Mitgliedsunternehmen der IHK verpflichtet fühlen, haben wir uns dazu entschlossen, den inhaltlichen und sachlichen Stand der Energiepolitischen Positionen zu veröffentlichen und zu diskutieren – auch wenn sie nicht der Meinung einiger weniger der IHK-Führung entsprechen. Wir wollen den betroffenen Unternehmen und Menschen aufzeigen, was sie von dem eingeleiteten energiewirtschaftlichen Transformationsprozess zu erwarten haben, wie sie sich darauf einstellen oder gar für sich nutzbar machen können.

Prof. Dr. Martin Maslaton

Dipl.-Wirt. Ing. Andreas Arens, Mitglieder des Energieausschusses der IHK zu Leipzig

Weitere Informationen:

MASLATON Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Holbeinstraße 24, D-04229 Leipzig

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