INDUSTRIE

Tauchsieder-Prinzip: Aurubis nutzt Ökodampf

Die Kupferhütte der Aurubis in Hamburg geht einen neuen Weg bei der Sektorkopplung von Strom und Prozesswärme. Eine Power-to-Steam-Anlage nutzt Ökostrom für die Dampferzeugung.

27. August 2019
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(Bild: Sergey Nivens – Fotolia)

Dieser kann in der Produktion des Multi-Metall-Produzenten eingesetzt werden, zum Beispiel zur Trocknung von Kupferkonzentraten. Der Dampf aus Ökostrom verdrängt damit einen Teil des Dampfs, der durch fossile Brennstoffe erzeugt werden muss, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

“Mit einer Leistung von 10 MW ist die neue Power-to-Steam-Anlage die bisher größte, die in der deutschen Nichteisen-Metallindustrie in Betrieb genommen wurde“, so Aurubis. Sie ersetzt eine bisherige Anlage zur Dampferzeugung, die mit Erdgas Dampf erzeugt.

„Mit diesem Projekt werden wir Erneuerbare Energien verstärkt nutzen, CO2-Emissionen weiter reduzieren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten“, erklärt Roland Harings, Vorstandsvorsitzender der Aurubis AG.

„Einerseits fragen unsere Kunden vermehrt Metalle für die Energiewende nach und andererseits ist die Metallraffination energieintensiv. Wir haben somit ein originäres Interesse am Ausbau einer nachhaltigen und stabilen Energieversorgung.“

NEW 4.0

Die Errichtung der Power-to-Steam- Anlage wurde im Rahmen des Sinteg-Projekts NEW 4.0 mit Mitteln des Bundeswirtschaftsministeriums zu etwa 10 Prozent gefördert. NEW 4.0 steht für Norddeutsche Energiewende. Energiespektrum hat das Vorhaben im April vorgestellt. Hier die Details zum Nachlesen.