Trendwende im Onshore-Windmarkt?

Kurz vor Weihnachten gab die Bundesnetzagentur die Ergebnisse der Ausschreibungsrunde für Onshore-Windenergieanlagen bekannt. Das Ergebnis fiel überraschend positiv aus.

09. Januar 2020
Repoweringprojekt Ahlerstedt-Wohnste, Niedresachsen, Landkreis Stade.
Enercon E 40 wird gegen 23 Enercon E 82 getauscht. größtes Repoweringprojet Deutschlands 2o12. Demontage, Abbau. Errichtung der neuen Turbinen parallel.
(Bild: Jens Meier/BWE)

Die Ausschreibungsrunde war leicht überzeichnet. „Zum ersten Mal im Jahr 2019 kann das ausgeschriebene Volumen tatsächlich erreicht werden. Dieses versöhnliche Ergebnis der Dezember-Ausschreibung sollte uns Hoffnung für eine Stabilisierung des deutschen Windmarkts im Jahr 2020 machen“, so Hermann Albers, Präsident Bundesverband Wind Energie (BWE).

Die Branche befinde sich weiterhin massiv unter Druck und warte vergeblich auf glaubwürdige politische Signale, insbesondere den Genehmigungsstau zeitnah lösen zu wollen, so Albers.

686 MW statt 500 MW

In der Ausschreibungsrunde mit Gebotstermin 01. Dezember 2019 wurden insgesamt 500 MW ausgeschrieben. 76 Gebote mit einem Umfang von 686 MW wurden eingereicht, von denen 56 Gebote bezuschlagt wurden.

Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote lagen laut BWE zwischen 5,74 ct/kWh und 6,18 ct/kWh. Die verbesserte Gebotslage führte zu einem leichten Absinken des durchschnittlichen Zuschlagswertes gegenüber der Vorrunde von 6,20 ct/kWh auf 6,11 ct/kWh.

Regionale Verteilung

Regional betrachtet verteilten sich die Zuschläge volumenmäßig mehrheitlich auf Gebote in Brandenburg (174.260 kW auf 17 Zuschläge), Niedersachsen (73.250 kW auf 3 Zuschläge), Nordrhein-Westfalen (72.630 kW auf 11 Zuschläge) und Schleswig-Holstein (48.600 kW auf 6 Zuschläge).

In dieser Runde gingen acht Zuschläge an Bürgerenergiegesellschaften, darunter zwei für einen Standort in Bayern. Die Ergebnisse im Detail finden Sie auf der Website der Bundesnetzagentur.

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